HP meldet „Nicht-HP-Chip erkannt“ – was tun?
Veröffentlicht am 25.08.2026 · von Toner-Kontor · Lesedauer ca. 3 Minuten
„Nicht-HP-Chip erkannt“, „Cartridge Problem“ oder „Nicht unterstützte Patrone“ – diese Meldungen sind kein Defekt, sondern eine Funktion. HP prüft per Firmware, ob eine Kartusche als Original erkannt wird. Hier steht, was Sie tun können und wann sich der Aufwand nicht lohnt.
Zuerst: Ist es ein HP+-Gerät?
Endet die Modellbezeichnung Ihres Druckers auf „e“ – etwa M209dwe, M234sdwe, M110we –, handelt es sich um ein HP+-Gerät. Beim Einrichten wurde eine Vereinbarung akzeptiert, die das Gerät dauerhaft an Original-HP-Toner bindet. Kompatible Kartuschen funktionieren dort nicht, und daran lässt sich nachträglich nichts ändern.
Wenn Sie bei uns versehentlich einen kompatiblen Toner für ein HP+-Gerät bestellt haben: kurze Nachricht genügt, wir erstatten sofort und nehmen die Ware zurück.
Alle anderen HP-Geräte: die Meldung verstehen
Bei normalen HP-Druckern (LaserJet Pro, LaserJet Enterprise, Color Laser) ist der Einsatz kompatibler Toner erlaubt und technisch möglich. HP weist über die Firmware aber darauf hin, dass keine Originalkartusche erkannt wurde. Drei Ausprägungen sind üblich:
- Reiner Hinweis, der sich mit „OK“ bestätigen lässt – der Drucker druckt normal weiter. Häufigster Fall.
- Wiederkehrende Meldung bei jedem Druckauftrag, aber ohne Funktionseinschränkung.
- Druckverweigerung nach einem Firmware-Update, das eine neuere Chip-Generation erwartet.
Was Sie tun können
- Meldung bestätigen. Oft reicht „OK“ oder „Weiter“ am Bedienfeld. Manche Geräte fragen einmalig „Möchten Sie fortfahren?“ – nach der Bestätigung ist Ruhe.
- Kartusche neu einsetzen. Herausnehmen, Kontakte am Chip mit einem trockenen, fusselfreien Tuch abwischen, wieder einsetzen. Verschmutzte oder verkantete Kontakte sind eine häufige Ursache.
- Firmware-Version prüfen. Menü → Einstellungen → Berichte → Konfigurationsseite. Notieren Sie die Version und schicken Sie sie uns – wir wissen, welche Chip-Revision dazu passt.
- Automatische Firmware-Updates deaktivieren. Menü → Einstellungen → Druckerwartung bzw. Dienste → Firmware-Update → „Nicht automatisch prüfen“. Auch in der HP-Smart-App und im eingebetteten Webserver (Browser: IP-Adresse des Druckers eingeben) abschalten. So verhindern Sie, dass ein funktionierender Zustand über Nacht verloren geht.
- Bei uns melden. Wir senden einen Toner mit aktueller Chip-Version oder erstatten – Ihre Wahl, innerhalb der 3-Jahres-Garantie.
Wovon wir abraten
Firmware-Downgrade. In Foren kursieren Anleitungen, eine ältere Firmware aufzuspielen. Das kann das Gerät unbrauchbar machen, Garantieansprüche gegenüber HP gefährden und wird beim nächsten automatischen Update ohnehin rückgängig gemacht. Der Austausch der Kartusche ist der schnellere und sicherere Weg – und kostet Sie bei uns nichts.
Warum HP das macht
HP verdient den überwiegenden Teil seiner Marge nicht am Drucker, sondern am Verbrauchsmaterial. Die Chip-Erkennung („Dynamic Security“) schützt dieses Geschäftsmodell. Rechtlich ist der Einsatz kompatibler Toner in normalen Geräten zulässig; Garantieleistungen darf HP nur ablehnen, wenn ein Schaden nachweislich vom Verbrauchsmaterial verursacht wurde.
Praktische Empfehlung für Betriebe
Wenn in Ihrem Unternehmen mehrere HP-Geräte im Einsatz sind, lohnt sich eine Regel: automatische Firmware-Updates zentral abschalten und Updates nur nach eigener Prüfung einspielen. Das erspart die Situation, dass am Montagmorgen fünf Drucker gleichzeitig streiken.
Sie haben eine Meldung, die hier nicht steht? Schicken Sie uns ein Foto des Displays und die Modellbezeichnung – wir antworten werktags innerhalb von zwei Stunden und lösen das in den allermeisten Fällen am selben Tag.
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Zuletzt geprüft am 25.08.2026. Angaben ohne Gewähr – Tastenfolgen und Menüpunkte können je nach Firmware abweichen. Fragen? Antwort werktags innerhalb von 2 Stunden.